Lavendel-Shortbread

Hallo meine Lieben,

ich bin zurück aus meiner Frühlingspause und bringe euch ein neues Rezept mit! Dieses Wochenende hatte ich die Gelegenheit frischen Lavendel im Garten meiner Eltern zu pflücken. Dort wird gerade der Steintrog überwuchert und ich habe mir gleich einen großen Strauch abgemacht. Nach kurzem Überlegen wusste ich auch, was ich damit machen soll.

Lavendel an sich ist euch bestimmt in allererster Linie als Duftstoff in Seifen und Duftsäckchen für den Kleiderschrank bekannt, aber er eignet sich auch wunderbar als außergewöhnliches Gewürz. Diese Eigenschaft habe ich mir gleich zu Nutzen gemacht und für euch Shortbread damit gebacken.

 

Dieses mürbe Gebäck kommt ursprünglich aus Schottland und wird schon in jahrhunderte langer Tradition gebacken.

 

Shortbread, zu deutsch „mürbes“ oder „knuspriges Brot“, ist ein Traditionsgebäck, das seinen Ursprung im Schottland des 15. Jahrhundert haben soll. Die Zutaten sind recht einfach: Mehl, Butter, Zucker und Salz. Damals wurden Hafermehl und Butter benutzt, da Zucker für die einfachen Leute zu teuer war und Hafer das weitverbreitetste Getreide in Schottland.

Der Name soll einerseits vom Begriff „shortening“ kommen, was übersetzt so viel wie „Backfett“ bedeutet, eine der Zutaten für Shortbread. Eine weitere Geschichte verweist auf die damals in Schottland zu entrichtende Steuer auf Gebäck. Wenn man die Menschen fragt, ob Shortbread ein Keks oder ein Gebäck ist, würden die meisten Keks sagen. Es gibt aber auch solche, die sagen es sei Gebäck. Im Schottland des 15. Jahrhunderts gab es eine Steuer auf Gebäck, und um diese zu umgehen, haben die schottischen Bäcker die Backware einfach Brot genannt. Man muss sich nur zu helfen wissen.

Nun will ich euch nicht weiter warten lassen. Hier kommt das Rezept für diesen köstlichen Begleiter zum Tee.

Zutaten

  • 65 g Puderzucker
  • 2 TL trockene Lavendelblüten
  • geriebene Schale von 1 Bio-Zitrone (Zesten)
  • 120 g Butter (in Raumtemperatur)
  • 270 g Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • Kristallzucker bei Bedarf

Zubereitung

Zuerst nehmt ihr euch ein Handrührgerät (falls ihr keines habt, einfach einen Rührbesen), tut den Puderzucker zusammen mit den Zitronenzesten und den trockenen Lavendelblüten in eine Schüssel und rührt diese durch bis alles gut vermischt ist.

Fügt die weiche Butter hinzu und verrührt alles zu einer Creme.

Jetzt gebt das Salz und das Mehl Löffel für Löffel in die Schüssel und passt auf eure Kleidung auf, denn das ist eine ziemlich staubige Angelegenheit! Hierbei geht es nur darum, die Zutaten gleichmäßig zu vermischen, nicht einen festen Teig zu erhalten. 

Nehmt eine glatte Unterlage, vielleicht ein großes Schneidebrett oder Backpapier, und beginnt darauf den Teig zu einer großen Teigwurst zu kneten. Wenn der Teig noch arg krümelig ist, hilft es ein wenig Wasser dazuzugeben. Achtet darauf, dass es nicht zu viel Wasser ist, sonst klebt der Teig nachher zu sehr.

In dieser Form soll der Teig dann mindestens 4 Stunden bis hin zu ein paar Tagen ruhen, damit sich die Zutaten miteinander verbinden und der Teig die vollen Aromen von Lavendel und Zitrone aufnehmen kann. Ich habe ihn aus Zeitmangel nur eine Stunde ruhen lassen und der Teig war noch arg krümelig und dadurch schwer zu schneiden. Daher sind die vier Stunden Ruhezeit schon begründet.

 

Tipp für den nächsten Schritt: kurz bevor ihr den Teig mit einem scharfen glatten Messer schneidet, legt die Rolle noch einmal in den Kühlschrank, dann lässt sich der Teig besser in Scheiben schneiden.

 

Wenn der Teig fertig zum Backen ist, könnt ihr den Ofen auf ca 190°C vorheizen. Je nach dem, wie dick ihr euer Shortbread mögt, empfehle ich den Teig in ca 1 cm breite Scheiben zu schneiden, dann verbrennen sie nicht im Ofen. Die Scheiben packt ihr am besten gleich auf das Backblech, sie können bei nochmaligen Transport leicht reißen. Lasst das Shortbread für 13-15 Minuten im Ofen backen.

 

Da ich den Teig nicht lange genug hab ziehen lassen bis er geschnitten wurde, habe ich ihn in Scheiben noch etwas ruhen lassen.

 

Dann ist es soweit: Euer Lavendel-Shortbread ist fertig und kann mit Puderzucker oder Kristallzucker bestäubt als Gebäck zum Afternoon-Tea oder ganz einfach so als Süßigkeit zwischendurch gegessen werden. Eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

 

Ich genieße das Lavendel-Shortbread am liebsten zusammen mit einer Tasse Blue Earl Grey.

 

Falls ihr den Lavendel für euch entdeckt habt und noch andere Sachen damit machen wollt, hab ich hier ein paar Empfehlungen für euch:

Elisabeth von Homemade Deliciousness hat Mandel-Lavendel-Kekse gebacken und Unterfreundenblog eine Birnentarte mit Lavendel. Für die Liebhaber von herzhaften Gerichten hab ich ein besonderes Schmankerl: Moni’s Kräuterpilzpfännchen mit Lavendel von Kochzere-Moni.

Ich wünsche euch viel Spaß beim ausprobieren und eine schöne Lavendelzeit,

eure Jaqueline

 

 

4 thoughts on “Lavendel-Shortbread”

    1. Oh, vielen Dank für dieses Kompliment 🙂 Ich mag sie auch sehr! Sie sind natürlich auch mit einer deiner Lieblingsfarben 😉

  1. Hallo Jaqueline,
    hmmm das sieht lecker aus, ich liebe Shortbread! Da bekomme ich doch glatt Lust, mal wieder was mit Lavendel zu backen <3
    Liebe Grüße,
    Elisabeth

    1. Hey Elisabeth, vielen Dank für dein Kommentar.
      Du hast auch viele leckere Rezepte!
      Demnächst werde ich sicher ein paar davon ausprobieren.
      Liebe Grüße,
      Jaqueline

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